Selbstaktualisierung März 2017

Dominik Sommerer Garten

Die Krokusse blühen und die Natur erwacht. Mit dem Frühling beginnt ein neuer Zyklus in der großen Spirale des Lebens. Ich habe zum Jahreswechsel 2016/2017 keinen Rückblick und Ausblick geschrieben und nutze diesen Moment, um wieder einmal etwas Persönliches aus meinem Leben zu teilen.

Selbstständigkeit

Meine Selbstständigkeit entwickelt sich weiter positiv. Eine Rückkehr in den täglichen Wahnsinn als Angestellter kann ich mir kaum noch vorstellen. Ich habe beruflich Strukturen geschaffen und meinen Auftritt mit Logo, Internetseite und Visitenkarten professionalisiert. Ich habe meine Grenzen entdeckt, gelernt (manchmal schmerzhaft) wie viele Aufträge ich maximal annehmen kann. Ich habe Vertrauen gewonnen, mal einige Wochen ohne Arbeit und Einkommen zu sein. Das interessanteste Projekt war meine Mitarbeit als Berater für Bahnbetriebsplanung an einer Ausschreibung in Südschweden, auch wegen der langen Bahnfahrten über den Fehmarnsund und Öresund zu Projektbesprechungen nach Malmö. Als zweites Geschäftsfeld arbeite ich verstärkt als Trainer und schule Menschen in Grundlagen Bahnbetrieb, Bremstechnik und Stressbewältigung. Eine gute Mischung aus Heimarbeit und Wanderschaft. Ab Herbst 2017 wird mit einem eigenen Projekt eine dritte Säule entstehen.

Buchprojekt

Doch zunächst will ich ein anderes Herzensprojekt vollenden: Mein Buchprojekt über die Auferstehung einer totgesagten Eisenbahnstrecke zum Vorzeigeprojekt (natürlich dank meiner Hilfe, das Buch dient auch dazu, mich besser zu vermarkten) kommt langsam in die Endphase. Versuche, einen Ghostwriter oder eine Coaching-Begleitung zu finden, waren erfolglos. Sie brachten jedoch ein paar interessante Impulse. Ich schreibe es jetzt komplett selbst. Der Text ist fast fertig. Jetzt muss ich „nur“ noch aus 600 Bildern die schönsten aussuchen und entscheiden, ob ich das Buch selbst publiziere oder über einen Verlag.

Reisen

Durch meine Tätigkeit als Trainer bin ich zeitweise Halbnomade geworden. Ein Drittel des Jahres 2016 war ich unterwegs: Dortmund, Bochum, Düsseldorf, Mannheim und Wuppertal – um die hässlichsten zuerst zu nennen. Sie haben mich daran erinnert, wie schön ich es zu Hause in Franken habe. Urlaub? Ich bin doch schon da! Die schönsten Arbeitsorte waren Malmö, Bad Säckingen und Berlin. Strandurlaub hat mich nie wirklich gereizt, Sehenswürdigkeiten habe ich genug gesehen. Und doch gibt es noch einige Dinge auf diesem Planeten, die ich sehen will: Zum Beispiel die Darjeelingbahn in Indien. Über diese spektakuläre Eisenbahnlinie am Rande des Himalaya habe ich einmal als Kind begeistert einen Beitrag gelesen. Dieser Kindheitstraum, 2013 bei der Weltreise wegen einer monsumbedingten Streckenunterbrechung nicht umsetzbar, soll in wenigen Wochen Wirklichkeit werden. Statt einen großen Urlaub zu machen, habe ich mir das Jahr 2016 mit vielen kleinen Ausflügen versüßt. Somit hatte ich immer etwas auf das ich mich freuen konnte: ein Softeis mit Zimtspitze in Warnemünde, nackt im Meer baden, die längste Radtour meines Lebens mit Freunden, der 80. Geburtstag meiner Oma in der Therme (statt wie geplant im Wirtshaus), Taufe meiner Nichte, Freunde besuchen, Therme Bad Wildbad, Innotrans in Berlin und von Bochum mal schnell über München mit einem Freund zu einem Vortrag von Reinhold Messner in Südtirol. Freitag hin, Sonntag zurück. Weil man auf dem Sterbebett die Dinge bereut, die man nicht gemacht hat.

Inneres Wachstum

Als Lehrer und Berater ist es mehr als bisher erforderlich, persönlich gereift und geheilt zu sein. 2016 habe ich mich mit Astrologie für Unternehmer und Coaches sowie Tarot befasst, beim Seminar „Tod und Auferstehung“ mit dem Tabuthema Tod auseinandergesetzt. Loslassen. Erkennen, dass ich in dieser Form nur einmal lebe und nicht weiß wie lange noch. Neu beginnen. Richtig durchstarten. Zu oft bin ich angepasst, traue nicht zu zeigen, wer und wie ich wirklich bin. Das will ich ändern. 2017 steht die Auseinandersetzung mit den Themen Männlichkeit, Mut und Aggression an. Im Januar war ich beim Herzenskrieger-Training von Bjørn Thorsten Leimbach (das krasseste und härteste Seminar, das ich jemals besucht habe). Im Februar habe ich mich beim Schatten-Seminar von Franz und Sonja Mittermair mit meinen unbewussten und verdrängten Persönlichkeitsanteilen beschäftigt. Im März hat meine Einschulung als Sohn der Erde in der Kriegerschule begonnen: in Schwitzhütten meine geistigen und körperlichen Grenzen erfahren und erweitern, tiefgründige Sprechstabkreise, nackt ums Feuer tanzen – alles draußen in der Natur mit tollen, herzlichen Männern! Das erste Treffen ist vorbei, drei weitere werden folgen. Mindestens.