Tschüss 2017 – Hallo 2018: Mit Volldampf ins neue Jahr

Die Zeit zwischen den Jahren ist vorbei. Folglich ist das Jahr 2017 jetzt abgeschlossen und das Jahr 2018 beginnt so richtig. Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern auf diesem Weg ein gutes neues Jahr!

Für mich war 2017 wieder ein sehr gutes Jahr. In dieser Episode werfe ich einen Blick zurück auf meine fünf Höhepunkte und gebe einen Ausblick auf das Jahr 2018.

1. Buch

Nach rund fünf Jahren habe ich mein Buch „Die Bahn-Rebellen vom Schnaittachtal“ endlich fertiggestellt und veröffentlicht. In einer spannenden Geschichte erzähle ich, wie es Menschen einer Bürgerinitiative geschafft haben, aus der einst totgesagten Bimmelbahn zwischen Neunkirchen am Sand und Simmelsdorf im Großraum Nürnberg eine stolze Vorzeigestrecke zu machen. Das Buch gibt es wahlweise als E-Book oder als hochwertige gedruckte Hardcover-Version mit durchgehendem Farbdruck, Fadenbindung und Lesezeichen. Das Buch ist zugleich ein qualifizierter Abschluss für meinen langjährigen Einsatz als Mitbegründer und Vorsitzender dieser Bürgerinitiative.

2. Reisen

Im Jahr 2017 war ich insgesamt 139 Tage unterwegs, was einen Rekord in meinem bisherigen Leben darstellt.

Höhepunkt war eine zweiwöchige Rundreise durch Nordindien während der Osterferien. Hauptziel dieser Reise war die Bereisung der kompletten Darjeelingbahn, welche schon lange auf auf meiner Wunschliste stand. Das Weltkulturerbe der UNSECO gehört mit seiner spektakulären Streckenführung durch die Ausläufer des Himalaya mit vielen Spitzkehren und offenen Kehrschleifen zu einer der interessanten Bahnlinien der Welt. Auf den 86 Kilometern Länge von Siliguri bis Darjeeling überwindet die Schmalspurbahn rund 2000 Höhenmeter.

Mit Bahnreisen Sutter hatte ich einen Veranstalter gefunden, der eine Bereisung der kompletten Bahnlinie anbot – zwei Tage im eigens gecharterten Sonderzug, davon einen Tag mit einer Dampflok aus dem Jahr 1904. Die meisten Veranstalter befahren nur den sechs Kilometer langen oberen Abschnitt von Darjeeling nach Ghum.

Wahlweise konnte man im Zug mitfahren oder den diesen aus den parallel fahrenden Begleitautos von außen fotografieren. Höhepunkt in Darjeeling waren für mich der Besuch in einer Teefabrik und der Blick auf den schneebedeckten, mit 8598 Metern dritthöchsten Berg der Erde, den Kanchenjunga. Nicht minder interessant war die Fahrt mit der Kalka-Shimla-Railway von Kalka nach Shimla, den ehemaligen Sommerregierungssitz der britischen Kolonialregierung.

Besonders gelungen an dieser Reise war die gute Mischung zwischen Eisenbahn und „normaler“ Kultur. Zusätzlich zu den beiden Gebirgsbahnen, der Straßenbahn in Kalkutta und dem Eisenbahnmuseum in Delhi standen Stadtbesichtigungen in Kalkutta, Delhi sowie Agra mit dem Taj Mahal und dem roten Fort auf dem Programm.

Ich mache sonst nur Individualreisen mit Rucksack und es war das erste Mal, dass ich an einer organisierten Gruppenfernreise teilgenommen habe. Indien erschien mir für eine Individualreise zu chaotisch und energiezehrend. In der Gruppe zu reisen war sehr entspannt. Ich fühlte mich deutlich weniger gestresst, weil ich mich um nichts organisatorisches kümmern musste. Der deutlich höhere Preis hat sich gelohnt.

Tolle Fotos von der Indien-Reise findest du unter https://www.fern-express.de/wp/2017/05/impressionen-indien-april-2017/

Ansonsten habe ich ein paar kleinere Ausflüge gemacht: Freunde besucht, das Technik-Museum in Sinsheim, die Dessau-Wörlitzer-Eisenbahn mit Gartenlandschaft und Doppelstockschienenbus, den japanischen Garten in Kaiserslautern, den Schwarzwaldbahn-Lehrpfad, die Triberger Wasserfälle und eine Wanderung durch die Höllentalschlucht.

3. Lernen, lernen, lernen

Alleine 38 von 139 Reisetagen entfallen auf Weiterbildungen im beruflichen und persönlichen Bereich. Schwerpunkt in Sachen Selbsterfahrung war dieses Jahr die Auseinandersetzung mit den Themen Männlichkeit, Kraft und Aggression. Im Januar war ich beim Herzenskrieger-Training von Bjørn Thorsten Leimbach (das krasseste und härteste Seminar, das ich jemals besucht habe). Im Februar habe ich mich beim Schatten-Seminar von Franz und Sonja Mittermair mit meinen unbewussten und verdrängten Persönlichkeitsanteilen beschäftigt. Verteilt über das Jahr folgten vier Wochenenden bei der Kriegerschule von Jack Silver: in Schwitzhütten meine geistigen und körperlichen Grenzen erfahren und erweitern, tiefgründige Gespräche, eine Wachnacht alleine mitten im Wald verbringen, nackt um riesige Feuer tanzen – alles draußen in der Natur mit tollen, herzlichen Männern! Außerdem habe ich Teil 2 und 3 des Seminars „Erfolg, Energie und Lebensplan“ bei Hans-Peter Zimmermann im schönen Saanenmöser in der Schweiz besucht, ein Trainer-Seminar, den regulären Fortbildungsunterricht für Eisenbahner und eine Softwareschulung für das Betriebsplanungsprogramm RailOpt.

4. Selbstständigkeit

Meine berufliche Selbstständigkeit ist auch im dritten Jahr gut gelaufen. Im Vergleich zu meiner früheren Angestelltenzeit verdiene ich deutlich mehr Geld, habe weniger Stress und weniger Langeweile. Der Schwerpunkt hat sich dabei weiter von der Unternehmensberatung auf Schulungen verschoben. Nachteil ist die viele Reisetätigkeit und dass ich damit zeit- und ortsgebunden bin. Andererseits erfüllt die Schulungstätigkeit mit Menschen mein Herz mehr als die oft rein profitorientierte und seelenlose Tätigkeit als Unternehmensberater. Der Fahrgast scheint zunehmend nur noch die Melkkuh zu sein, der mit immer mehr Menschen in immer engere und schlecht durchdachte Fahrzeuge gepfercht wird. Darin gibt es jetzt zwar WLAN, aber den Laptop muss man auf die Knie legen, weil die Klapptische nicht tief genug sind. Über meine Erfahrungen mit dem ICE 4 hatte ich schon geschrieben. Jedenfalls geht mir so die Arbeit nicht aus…

5. Eigenes Seminar

Drei Jahre ist es in meinem Kopf herumgegeistert, nach einem Coaching war es in nur drei Monaten fertig: In meinem Seminar „Bahnbetrieb mit Hand und Fuß“ lernen Disponenten, Betriebsplaner und Quereinsteiger im Bahnbetrieb, wie sie Bahnbetrieb so organisieren, dass die Züge sicher, zuverlässig und wirtschaftlich fahren. In nur wenigen Tagen vermittle ich in vier Bausteinen alles, wozu ich zehn Jahre Erfahrung sammeln musste. Wahlweise findet das Seminar beim Kunden oder im Schindlerhof bei Nürnberg statt. Ein persönlich betreuter Online-Kurs ist in Vorbereitung.

Und sonst

  • Ich bin erstmals E-Bike und Elektroauto gefahren.
  • Ich habe 25 Bücher gelesen, 50 Abende am Kamin- oder Lagerfeuer verbracht (statt Fernseher und Internet), an 231 Tagen morgens nach dem Aufstehen kalt geduscht (erweitert massiv die Komfortzone!), an 195 Tagen meditiert und an 191 Tagen Sport gemacht. Neben ausreichend Schlaf und gesunder Ernährung sind dies meiner Erfahrung nach absolute Energiebringer in Sachen Motivation, Energie und Willenskraft!
  • Ich habe einige Coachings zu meinem Buchprojekt, Seminarkonzept und meiner beruflichen Aufstellung gebucht, was sich als sehr wertvoll und als massiver „Entwicklungsbeschleuniger“ erwiesen hat.

Ausblick 2018

Größere Reisepläne habe ich nicht. Irgendwann will ich noch nach Hawaii und nochmal nach Japan, doch Selbsterfahrungskurse und Persönlichkeitentwicklung reizen mich derzeit mehr. Für das Jahr 2018 habe ich mich zu einer Coaching-Ausbildung und einem Tantra-Jahrestraining angemeldet. Ansonsten habe ich keine großen Ziele. Ich bin dankbar für das, was ich habe. „Gesundes Wachstum“ könnte man die Strategie nennen, den eingeschlagenen guten Weg mit vielen kleinen täglichen guten Gewohnheiten weiter zu gehen und an der ein oder anderen Stelle etwas zu verschönern und zu optimieren.

Ich wünsche dir viele schöne große und kleine Momente in diesem Jahr und den Mut, deinen Weg zu gehen.

Das Bild zeigt Kurseong zwischen Siliguri und Darjeeling. Im dortigen Depot wird am Morgen des 14. April 2017 gerade unsere Dampflok mit der Nummer 786 zur Fahrt nach Darjeeling startklar gemacht.