Tschüss 2015 – hallo 2016: Höhepunkte und Ausblick

Messner Mountain Museum MMM Corones , Dominiks Welt, Dominik Sommerer

Der Jahreswechsel ist traditionell der Zeitpunkt zurückzublicken und nach vorne zu schauen. Im Jahr 2015 habe ich nur zwei Episoden für Dominiks Welt geschrieben. Deshalb hier ein Rückblick auf die fünf Höhepunkte meines Jahres 2015 und ein Ausblick auf 2016.

1. Selbstständigkeit

Viele Jahre habe ich nach meiner Berufung gesucht und letztlich war die Erkenntnis, dass ich meinem inneren Ruf folgen und mich selbstständig machen muss. Der Start ist sehr gut gelaufen. Ich habe als Teilprojektleiter Betrieb mehrere große Ausschreibungsprojekte für Eisenbahnunternehmen als Freelancer bearbeitet. Mit meinem modularen Schulungsprogramm für Betriebsplaner und Disponenten habe ich begonnen ein eigenes Produkt aufzubauen. Ich kann weitgehend ortsunabhängig arbeiten, tue etwas was ich gut kann und verdiene sehr gut. Die Rückmeldungen meiner Kunden sind positiv und sie schätzen an mir Zuverlässigkeit, Transparenz, Loyalität, Präzision und Schnelligkeit.

2. Weiterbildung

Im Februar habe ich die IHK-Prüfung zum Ausbilder mit Erfolg abgeschlossen. Ich darf jetzt Auszubildende ausbilden und von zertifizierten Eisenbahn-Schulungsbetrieben als Trainer gebucht werden. Ich habe Kenntnisse in drei Betriebsplanungsprogrammen (IVU.plan, Viriato und Qnamic) erworben und beim regulären Fortbildungsunterricht für Triebfahrzeugführer 92 Prozent der Punkte abgeräumt – mehr als so mancher Lokführer. Als Ausgleich zur logischen Tätigkeit habe ich an einem Kurs für japanische Kirschblütenmalerei teilgenommen, ein sinnliches Ölritual besucht und mir im November das Seminar Erfolg im Wassermann-Zeitalter von Hans-Peter Zimmermann in Saanenmöser gegönnt. Von meinem Japanischkurs habe ich 21 Lektionen bearbeitet und nun Niveau A2 erreicht.

3. Theater

Im Januar hat mich ein Freund gefragt, ob ich Lust habe, bei der Theatergruppe Schlampenlichter mitzuspielen, weil ein Darsteller umgezogen ist. Ich habe zugesagt und im Februar in drei Aufführungen die Rolle des Postboten Christoph Bringeisen in „Der Storch im Gewitter“ übernommen. In dieser Wintersaison spiele ich als Louis und Bianca wieder mit. Im Dezember haben wir mit der Komödie „Leck mich Fred“ in vier Aufführungen über 900 Menschen glücklich gemacht. Wer mich als „die Blonde mit den großen Titten“ (Zitat Hortensio) erleben will, hat am 12., 13. und 14. Februar 2016 im Hubertussaal in Nürnberg letztmals Gelegenheit. Infos und Karten gibt es für 18,50 EUR unter www.schlampenlichter.de.

4. Basislager

Das Landleben gefällt mir. Im Super-Sommer habe ich viel Zeit im Garten verbracht und erste Schritte unternommen, um aus der Koniferen- und Bodendeckerwüste mit dem Charme eines Friedhofes eine blühende Wohlfühloase zu machen. Wir haben drei Wurzelstöcke ausgegraben, einen Gartenkamin aufgebaut, Sonnenblumen, Himbeeren, Flieder und Rosen gepflanzt und einen Bauerngarten mit Kräutern, Obst, Gemüse und Ringelblumen angelegt. Ein Haufen Arbeit, der jedoch viel Spaß gemacht hat und von dessen Ernte wir immer noch in Form von Möhren und Kürbissen profitieren.

5. Reisen

Zu kurz gekommen ist im Jahr 2015 das Reisen. Durch Haus, Garten und die neue Selbstständigkeit fühlte ich mich angebunden (auch durch etwas Unsicherheit) und das Homeoffice macht auf Dauer irgendwie träge. Erst im Herbst bin ich zu einer zweiwöchigen Reise nach Italien aufgebrochen. Höhepunkt war die Wanderung auf den Vulkan Stromboli mit Lava- und Ascheeruptionen. Der Tiefpunkt war eine völlig überlaufende EXPO in Mailand und die Erkenntnis, dass mich Menschenmassen und Mainstream nicht (mehr) reizen. Eine Woche haben Torsten und ich zusammen Urlaub in Bayern gemacht. Ansonsten war ich beruflich viel in Deutschland unterwegs und habe einige Tages- und Wochenendausflüge gemacht: Freunde besuchen, Segway fahren, ins Bauhaus nach Dessau, zu Gropius, Goethe und Schiller nach Weimar, zur größten Eishöhle der Welt in Werfen, zur Landesgartenschau nach Alzenau und zum Weihnachtsmarkt nach Flensburg.

Wie gehts weiter?

Ich habe in den letzten Jahren viele Dinge in meinem Leben ausprobiert und verändert. Das ist prinzipiell gut. Dabei ist allerdings ein Wildwuchs an Provisorien entstanden. Ich habe Dinge angefangen und nicht konsequent zu Ende geführt, wie beispielsweise mein Buch. Viele Punkte stehen seit Monaten auf meiner Aufgabenliste. Dies raubt viel Energie.

Mein Hauptziel für 2016 ist es, die vielen losen Enden aufzuräumen, zu entrümpeln, Strukturen und Systeme zu schaffen. Ich will wieder mehr Disziplin, Ordnung, Klarheit und Gewohnheiten schaffen. Dazu zählt ein Zeit- und Energiemanagement bestehend aus festem Tagesablauf, Schlaf, Meditation, Sport, Ernährung und Erlebnissen auf die ich mich freuen kann. Für meine Selbstständigkeit gehört dazu zum Beispiel ein professioneller Außenauftritt mit Homepage und Visitenkarten mit ebenso professionellen Arbeitsaufläufen.

Ich will weniger konsumieren und mehr produzieren: mein erstes Buch veröffentlichen, mein Seminarprogramm weiterentwickeln, Beiträge für Dominiks Welt schreiben, Theater spielen und neue Dinge lernen. Und ich habe wieder Lust mehr zu reisen und eine große Reise zu machen.

Ach ja:

Mein Blog ist umgezogen und hat ein Redesign erfahren. Dominiks Welt findest du ab sofort unter dominikswelt.de. Grund für den Umzug ist, dass ich die Domain sommerer.de zukünftig für meine berufliche Tätigkeit nutzen werde. Das minimalistische Design habe ich beibehalten, wobei ich die Nicht-Farben schwarz, weiß und grau nun durch die Farbe orange als abenteuerlichen und rebellischen Akzent ergänzt habe. Mit der neuen Vorlage kann ich auch Bilder einstellen und sie ist responsive, das heißt du kannst Dominiks Welt sowohl auf Computer, Tablet und Handy bequem lesen. Mit Teilen-Buttons kannst du meine Episoden nun auf Twitter, Facebook und Google plus teilen – auch wenn ich selbst nicht an diesen Kanälen teilnehme.

In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute für das Jahr 2016!


Eingang des Messner Mountain Museum Corones auf dem Kronplatz bei Bruneck (Südtirol)